Inhalt markiert mit: Feministische Friedensarbeit

Schaut hin, nehmt die unermüdliche Friedensarbeit der Frauen wahr.

Interview mit Ruth-Gaby Vermot-Mangold

Vor 15 Jahren nominierte Ruth-Gaby Vermot-Mangold – gemeinsam mit einem internationalen Team – 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis. In einer beispiellosen Initiative suchten sie weltweit nach Frauen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Zum Jubiläum interviewen wir Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Initiatorin und CoPräsidentin von FriedensFrauen Weltweit, zu den entscheidenden Momenten des Projektes.

Feministische Friedenspolitik

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Auch patriarchale Machtverhältnisse, strukturelle Gewalt und physische oder psychische Gewalt gegen Frauen und diskriminierte Gruppen blockieren den Weg zu dauerhaftem Frieden. Deshalb engagieren wir uns in der Friedensförderung aus einer feministischen, intersektionalen Perspektive. Denn wir verstehen Frieden in einem umfassenden Sinne.

Stärkung Zivilgesellschaft

Das Engagement der Zivilgesellschaft spielt in der feministischen Friedensarbeit eine wichtige Rolle. Doch weltweit sind zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch zahlreiche Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, zunehmend mit Repressionen konfrontiert. Ihr gesellschaftspolitisches Handeln wird somit stark eingeschränkt. Wir unterstützen Projekte aus unserem globalen Netzwerk, die dem Schrumpfen von zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräumen entgegenwirken.

Netzwerk

Das weltweite Netzwerk «Feminists Connecting for Peace» bildet den Kern unserer Arbeit. Es ist aus der Initiative «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis» entstanden und hat sich zu einer einzigartigen globalen Gemeinschaft von Friedensaktivistinnen weiterentwickelt. Das Netzwerk bietet Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen sowie eine Plattform, um feministische friedenspolitische Forderungen an die Öffentlichkeit zu tragen.

Feministische Perspektiven auf Demilitarisierung

Austausch

Von März 2021 bis Juni 2022 führten wir in Zusammenarbeit mit der Women’s International League for Peace and Freedom WILPF eine Workshopreihe zu feministischer Friedenspolitik, Abrüstung und Entmilitarisierung durch.