Inhalt markiert mit: Geschlechtsspezifische Gewalt

Palästina

Für eine queer-feministische Zukunft

Unsere Arbeit in Palästina wirkt der zunehmenden sozialen, politischen und geografischen Fragmentierung der palästinensischen Gesellschaft entgegen. Sie unterstützt palästinensische Visionen für eine feministische, von Gerechtigkeit geprägten Zukunft. Mit unseren Projektpartner:innen arbeiten wir daran, von Gewalt und Geschlechterungerechtigkeit betroffene Frauen und queere Menschen über die fragmentierten und militarisierten Grenzen hinaus zusammenzubringen und zu stärken, damit sie sich ihrer Rechte bewusster werden und diese einfordern.

Ukraine

Frauen fordern Sicherheit – und Frieden

Im Osten der Ukraine herrscht seit 2014 Krieg; 2022 weitete Russland seinen Angriffskrieg auf weitere Teile des Landes aus. Bereits im Sommer 2021 lancierten wir ein Pilotprogramm mit Frauen in konfliktbetroffenen Gemeinden entlang der damaligen Kontaktlinie zwischen Russland und den besetzten Regionen in der Ostukraine, wo Frauen seit Jahren von grassierender Armut, sozialer Unsicherheit und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Unser Ukraine-Programm gab ihnen den nötigen Raum, um gemeinsam Strategien für einen sicheren Alltag und eine gleichberechtigte Teilhabe an der Friedensförderung zu erarbeiteten. Wir führen mit ihnen während des Krieges die Friedensarbeit weiter.

Ukraine: Die Auswirkungen auf Frauen und Männer in der Region

Beitrag von Friedensaktivistin Olga Karatch

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine wird die toxische Männlichkeit in der Region zunehmend zelebriert. Infolgedessen befindet sich die männliche Identität in einer schweren Krise, von der Männer und Frauen betroffen sind, schreibt die belarussische Friedensaktivistin Olga Karatch in ihrem Artikel in der 2. Ausgabe unserer Zeitschrift "Feminists Connecting for Peace". Sie listet fünf Wege auf, um diesen patriarchalischen Narrativen zu begegnen.

Was sind FrauenFriedensTische?

Ein bewährtes Instrument für die Partizipation von Frauen

Seit 2015 organisieren wir mit unseren lokalen Partner:innen FrauenFriedensTische mit dem Ziel, die Partizipation von Frauen in Friedensprozessen nachhaltig zu stärken und ihr Engagement in der Friedensförderung sichtbar zu machen. Sie haben sich als Instrument bewährt, um diese Ziele zu erreichen.

Burundi

Gewaltbetroffene Frauen wieder in die Gesellschaft integrieren

Seit Jahrzehnten wird Burundi von wiederkehrenden bewaffneten Konflikten erschüttert. Frauen sind besonders betroffen: mehr als die Hälfte erlebt im Laufe ihres Lebens geschlechtsspezifische Gewalt. Die instabile Lage im Land erhöht die physische, soziale und wirtschaftliche Verwundbarkeit von Frauen und Mädchen. Wir unterstützen die Heilung, die gesellschaftliche Wiedereingliederung und die wirtschaftliche Unabhängigkeit dieser Frauen.

Kenia

Zyklen der Gewalt durchbrechen

Kämpfe um Land, Ressourcen oder um politische Macht: Das sind die Hauptgründe für die gewaltsamen Konflikte, die in gewissen Regionen Kenias regelmässig aufkeimen. Viele Frauen sind zwar in ihren Familien und Gemeinschaften aktiv in der Friedensförderung, es fehlt ihnen aber an Anerkennung, spezifischem Wissen und Zugang zu Ressourcen und grösseren Netzwerken. Hier setzt unser Projekt an.

Istanbul-Konvention

Gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Europa

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – als Istanbul-Konvention bekannt – geht gegen geschlechtsspezifische und familiäre Gewalt in Europa vor. Es setzt die Rechte der Gewaltbetroffenen auf Unterstützung und Schutz durch. Es definiert geschlechtsspezifische Gewalt als Menschenrechtsverletzung und eine Form von Diskriminierung. Die Konvention trat 2014 in Kraft. Die Schweiz ratifizierte das Übereinkommen 2017. Die Zivilgesellschaft spielt im Monitoring der Umsetzung eine bedeutende Rolle.

Stellungnahmen

Stellungnahmen

Wir nehmen Stellung zu Ereignissen, die von friedenspolitischer Bedeutung sind, gemeinsam mit gleichgesinnten Organisationen oder in Solidarität mit Mitgliedern unseres globalen Netzwerks Feminists Connecting for Peace. Zudem beteiligen wir uns an Vernehmlassungen. Zentral sind dabei unser feministisches Friedensverständnis und der Fokus auf Frauen und Menschenrechte.

Appell Schutz von Frauen und LGBTIQ+ Menschen

Afghanistan

Frauen, Mädchen und LGBTIQ+ Personen brauchen dringend Schutz vor der Gewalt durch das Taliban-Regime! Wir fordern die Schweizer Regierung zu raschem Handeln auf. (Gemeinsame Stellungnahme mit 14 zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Schweiz.)

Die Gewalt in Israel und Gaza deeskalieren

Appell

Wir sind entsetzt über die Eskalation der Gewalt in Israel und im Gazastreifen und erschüttert über den Verlust von Menschenleben. Wir verurteilen den gewaltsamen Angriff der Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung aufs Schärfste. Ebenso verurteilen wir die von den israelischen Streitkräften angewandte Gewalt gegen die palästinensische Zivilbevölkerung. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Friedensorganisationen in Israel und Palästina fordern wir alle Entscheidungsträger:innen auf, das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte einzuhalten und die Zivilbevölkerung mit allen verfügbaren Mitteln zu schützen. Dazu gehört unter anderem die sofortige Beendigung der Geiselnahme von Zivilist:innen durch die Hamas und der von der israelischen Regierung verhängten Blockade des Gazastreifens, die die Bevölkerung vor allem vom Zugang zu Wasser, Lebensmitteln, Strom und Treibstoff abschneidet.

Pandemie: Gewalt an Frauen beenden

Corona

Während der Covid-19-Pandemie hat die Gewalt gegen Frauen und Mädchen stark zugenommen. Wir verurteilen prinzipiell die Gewalt gegen Frauen und fordern alle Menschen auf, insbesondere Entscheidungsträger:innen, zusammenzustehen, um alle Formen von Gewalt jetzt und für immer zu beenden. (Englisch)

Themen

Frauen und Mädchen sind in besonderem Masse von bewaffneten Konflikten und Krieg betroffen. Trotzdem wird Friedenspolitik nach wie vor häufig als militarisierte Sicherheitspolitik verstanden, welche die besondere Situation von Frauen, strukturelle Gewalt, wirtschaftliche und soziale Disparitäten ausblendet. Politische Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit und soziale Inklusion sind aber Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden. Als feministische Friedensorganisation setzen wir uns gemeinsam mit Partner:innen und Friedensaktivist:innen aus aller Welt für Friedensförderung und Demilitarisierung ein. Dabei streben wir einen strukturellen Wandel hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit an. Unsere Arbeit stützt sich auf allgemein anerkannte Menschenrechtsstandards und verfolgt einen ganzheitlichen feministischen Ansatz.

Entmilitarisierung

Militarisierung bedeutet mehr als «nur» Ausgaben für Streitkräfte: Diese Ausgaben sind die Folge einer auf Krieg ausgerichteten Sicherheitspolitik. Als feministische Friedensorganisation setzen wir uns der Behauptung entgegen, dass mehr Waffen zu mehr Sicherheit führen. Wir fordern Entmilitarisierung und Abrüstung, weil nur so tatsächlicher Friede und umfassende Sicherheit entstehen können.

Geschlechts­spezifische Gewalt

Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Insbesondere in konfliktbetroffenen Kontexten kommt es zu einer Zunahme verschiedener Formen von Gewalt gegen Frauen und LGBTIQ-Personen. Geschlechtsspezifische Gewalt ist ein grosses Hindernis auf dem Weg zu Geschlechtergerechtigkeit und für einen dauerhaften Frieden.

Podcast Jeanne Gacoreke, Burundi

«The long road to end gender-based violence», «Le long chemin pour mettre fin à la violence sexiste»: Jeanne Gacoreke, FriedensFrau und Aktivistin gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, Burundi (Englisch; Französisch)

Für eine sichere und friedliche Schweiz und Welt für alle

News

Am heutigen Internationalen Frauentag für Frieden und Abrüstung lanciert die Allianz für Frauen, Frieden und Sicherheit ihren Bericht mit den zivilgesellschaftlichen Prioritäten für den 5. Schweizer Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der «Women, Peace and Security»-Agenda. Der Bericht enthält Empfehlungen aus der Schweizer Zivilgesellschaft, damit die Schweiz – und die Welt – für alle Menschen, insbesondere für Frauen, Mädchen und queere Menschen, sicherer und friedlicher wird.

«Cybergewalt ist Teil des Weges, den wir gehen, wenn wir uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen»

News

Soziale Medien bieten Aktivist:innen eine globale Plattform für ihre Arbeit und ihre Botschaften. Frauen, die sich prominent für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, erleben jedoch schnell eine oft gewalttätige Gegenreaktion sowohl im virtuellen als auch im physischen Raum. An einer Veranstaltung, die wir am 1. April 2025 gemeinsam mit der kanadischen Botschaft in Bern organisiert haben, sprachen die sudanesische Friedensaktivistin und Gender-Expertin Rabab Baldo und die kolumbianische Menschenrechtsanwältin Luz Marina Monzón Cifuentes darüber, wie Cybergewalt Teil einer umfassenderen Strategie ist, um Frauen wie sie zum Schweigen zu bringen.