Als international tätige feministische Friedensorganisation setzen wir unsere Programme in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Organisationen im Ausland um. Wir setzen dabei auf wenige, dafür langfristige Partnerschaften. Uns verbindet das Engagement für eine wirksame Beteiligung von Frauen in allen Phasen eines Friedensprozesses.
Das 2026 lancierte Programm wurde gemeinsam mit palästinensischen und israelischen Organisationen entwickelt, um dem Ausschluss von Frauen aus formellen Friedensverhandlungen entgegenzuwirken. Mit dem Programm unterstützen wir eine Koalition von Frauen, die sich für die Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats und die massgebliche Einbeziehung von Frauen in palästinensisch-israelische Friedensprozesse einsetzt, und ihr öffentliche Aufmerksamkeit verschafft.
Unsere Arbeit in Palästina wirkt der zunehmenden sozialen, politischen und geografischen Fragmentierung der palästinensischen Gesellschaft entgegen. Sie unterstützt palästinensische Visionen für eine feministische, von Gerechtigkeit geprägten Zukunft. Mit unseren Projektpartner:innen arbeiten wir daran, von Gewalt und Geschlechterungerechtigkeit betroffene Frauen und queere Menschen über die fragmentierten und militarisierten Grenzen hinaus zusammenzubringen und zu stärken, damit sie sich ihrer Rechte bewusster werden und diese einfordern.
Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt kamen jüdisch-israelische und palästinensische Feministinnen mit israelischer Staatsbürgerschaft zusammen, um über die vergangenen Jahre nachzudenken, Analysen auszutauschen und sich alternative, gewaltfreie Zukunftsvisionen vorzustellen. Vor dem Hintergrund des seit zwei Jahren andauernden verheerenden Krieges gegen den Gazastreifen und des anhaltenden regionalen Konflikts im Nahen Osten waren die Diskussionen oft schwierig und schmerzhaft. Sie führten die Teilnehmenden jedoch auch zu der Erkenntnis, dass Räume für feministische politische Diskussionen «kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit» sind. Wir haben dieses Treffen im Rahmen unserer Feminist Peace Initiatives unterstützt.
Wir nehmen Stellung zu Ereignissen, die von friedenspolitischer Bedeutung sind, gemeinsam mit gleichgesinnten Organisationen oder in Solidarität mit Mitgliedern unseres globalen Netzwerks Feminists Connecting for Peace. Zudem beteiligen wir uns an Vernehmlassungen. Zentral sind dabei unser feministisches Friedensverständnis und der Fokus auf Frauen und Menschenrechte.
Wir verurteilen die Vertreibung von 28 palästinensischen Familien aus ihren Häusern in Sheikh Jarrah, Jerusalem, durch die israelischen Besatzungstruppen. Wir rufen zur internationalen Unterstützung auf, um die Zwangsräumungen zu beenden und die Souveränität des palästinensischen Volkes zu unterstützen. (Englisch)
Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 begannen Berichte zu kursieren über sexualisierte Gewalt, die sich vor allem gegen israelische Frauen richtete. Im Laufe der Zeit wurden weitere erschütternde Berichte über brutale Taten bekannt. Wir verurteilen diese sexualisierten Gewalttaten auf das Schärfste und sind schockiert über die offensichtliche Frauenfeindlichkeit und Grausamkeit, der die Frauen ausgesetzt waren. Wir distanzieren uns von all jenen, die diese und andere Akte sexualisierter Gewalt relativieren und solidarisieren uns mit den Opfern und ihrem Kampf um Anerkennung und Rechenschaft. Mit dieser Linksammlung stärken wir die Stimmen derer, die sich mit dem Thema sexualisierte Gewalt im Israel-Palästina-Konflikt vertieft auseinandersetzen.
Wir sind entsetzt über die Eskalation der Gewalt in Israel und im Gazastreifen und erschüttert über den Verlust von Menschenleben. Wir verurteilen den gewaltsamen Angriff der Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung aufs Schärfste. Ebenso verurteilen wir die von den israelischen Streitkräften angewandte Gewalt gegen die palästinensische Zivilbevölkerung. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Friedensorganisationen in Israel und Palästina fordern wir alle Entscheidungsträger:innen auf, das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte einzuhalten und die Zivilbevölkerung mit allen verfügbaren Mitteln zu schützen. Dazu gehört unter anderem die sofortige Beendigung der Geiselnahme von Zivilist:innen durch die Hamas und der von der israelischen Regierung verhängten Blockade des Gazastreifens, die die Bevölkerung vor allem vom Zugang zu Wasser, Lebensmitteln, Strom und Treibstoff abschneidet.
Zusammen mit 14 weiteren Organisationen kritisieren wir in einem Offenen Brief an den Bundesrat den Entscheid des EDA, ohne ersichtliche Grundlage die Finanzierung an elf Partnerorganisationen in Israel und Palästina zu sistieren. Dieser Entscheid hat für die betroffenen NGO eine Rufschädigung zur Folge. Der Entscheid schadet ferner dem Ruf der Schweiz als verlässliche Partnerin.
Bundesrat und Parlament werden mit zwei Petitionen aufgefordert, die Finanzierung des UNO-Hilfswerks für die Palästinenser:innen sicherzustellen und sich für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen einzusetzen.
PeaceWomen Across the Globe is horrified by the unspeakable atrocities committed in this asymetrical war against Gaza. The scale of destruction and loss of human lives is beyond words.
In unseren Multimedia-Produkten hören Sie Menschen- und Frauenrechtsaktivistinnen zu, die über ihr Leben und ihre Arbeit erzählen, und erhalten Einblicke in unsere Projekte und Anlässe und die unserer Partnerinnen.
In diesem Podcast spricht unsere Programmverantwortliche Andrea Filippi mit der Oxford Society for International Development über unseren Einsatz für nachhaltigen Frieden und Geschlechtergerechtigkeit. Mit einem besonderen Schwerpunkt auf unserer Arbeit mit unseren Projektpartnerinnen in Kolumbien, der Ukraine und Palästina, beschreibt sie, wie wir Frauen unterstützen, aktiv an Friedensprozessen teilzunehmen und so zu einem nachhaltigen Frieden beizutragen. Die OxSID ist eine 2017 gegründete studentische Organisation. Podcast auf Englisch auf Apple, Spotify und auf der OxSID-Website.