Im Mai 2024 organisierte Our House, das belarussische Internationale Zentrum für zivile Initiativen mit Sitz in Litauen, drei Webinare für belarussische Dissidentinnen, um ihnen eine Gelegenheit zu geben, sich zu vernetzen und sich über feministischen Frieden, Friedensförderung, Konfliktprävention, Militarisierung und Sicherheit auszutauschen. Insgesamt 53 Frauen nahmen anonym an den Webinaren teil, um über Frieden, Gewaltlosigkeit und die Herausforderungen zu diskutieren, denen Friedensaktivistinnen in der Region ausgesetzt sind. Dieses Projekt, das mit unseren Feminist Peace Initiatives unterstützt wurde, trug dazu bei, die Solidarität unter den Frauen zu stärken.
Die anhaltende politische Instabilität in Thailand ist geprägt von Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha, zunehmendem Nationalismus und der Fragilität des thailändischen Staates. Verschiedene Gruppen suchen den Dialog und setzen sich für den Frieden ein. Der öffentliche Diskurs ist jedoch von militaristischen Narrativen dominiert und der zivilgesellschaftliche Raum schrumpft. Eine gemeinsame Antwort von feministischen Netzwerken auf diese Realitäten wäre besonders wichtig. Mit unseren Feminist Peace Initiatives haben wir ein erstes Treffen von Frauen und feministischen Kollektiven zum Aufbau einer Solidaritätsbewegung in Thailand unterstützt.
Während zwei intensiven Tagen erkundeten 17 Friedensaktivist:innen aus 10 Ländern Asiens die verschiedenen Rollen, die Frauen in der Friedensförderung einnehmen. Für die Teilnehmer:innen war das Treffen in der philippinischen Hauptstadt Manila eine seltene «Auszeit», um ihre Arbeit zu reflektieren, neue Sichtweisen kennenzulernen und die Solidarität über die Grenzen hinweg aufzubauen. Wir diskutierten auch, welchen Mehrwert unser Netzwerk Feminists Connecting for Peace bieten kann, um daraus Erkenntnisse für weitere Netzwerk- und Advocacy-Aktivitäten zu gewinnen.
Im Rahmen des von PeaceWomen Across the Globe veranstalteten Webinars «Leveraging feminist networks for advocacy» (Feministische Netzwerke für Advocacy nutzen) teilten drei inspirierende und erfahrene Aktivistinnen ihre Erkenntnisse über die Rolle von feministischen Netzwerken in der Advocacy-Arbeit. Rabab Baldo (Sudan), Uma Mishra-Newbery (Schweiz) und Karen Tañada (Philippinen) verfügen zusammen über jahrzehntelange Erfahrung im feministischen Engagement, geprägt von unterschiedlichen Kontexten und Werdegängen.
Mit unseren Feminist Peace Initiatives (FPI) unterstützen wir lokale und feministische Friedensinitiativen und -projekte unserer Netzwerkmitglieder. Das Ziel: Innovative Ideen für die feministische Friedensarbeit rasch, unkompliziert und zeitlich befristet fördern. Damit ermöglichen wir den Netzwerkmitgliedern, neue Ideen auszuprobieren, die ihren eigenen Prioritäten und denen ihrer Gemeinschaften entsprechen.