13.04.2026, Meinungsbeitrag: Eine Strategie, die Bunker statt Brücken baut

Ende März 2026 lief die Vernehmlassung zur neuen Sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz ab. In einem Meinungsbetrag kritisiert unsere Geschäftsleiterin Deborah Schibler wesentliche Defizite in der Strategie, darunter: Sie ignoriert die Hälfte der Bevölkerung.

Das Thema «Sicherheit» geht über reine Militärfragen hinaus und ist für die gesamte Gesellschaft relevant. Doch die Debatte wird sowohl in der Gesellschaft als auch in den Medien einseitig geführt.  Der Meinungsbeitrag – «Eine Strategie, die Bunker statt Brücken baut» – weist auf drei wesentliche Defizite im Strategie-Entwurf hin, die in der öffentlichen Debatte fehlen:

  • Sicherheit wird in der Strategie rein militärisch definiert und ignoriert die Lebensrealitäten der Hälfte der Bevölkerung, inklusive die von Frauen.

  • Trotz des Selbstverständnisses der Schweiz als Friedensvermittlerin fehlen konkrete Ansätze zur aktiven Friedensförderung. Der Strategie-Entwurf antwortet auf die geopolitische Lage und zunehmende Unsicherheit mit mehr Waffen und Muskelkraft.

  • Lippenbekenntnis zu „Frauen, Frieden, Sicherheit": Frauen werden in der Strategie zwar «mitgemeint», und die Schweiz bekennt sich zur UNO-Agenda zu «Frauen, Frieden und Sicherheit», sie werden aber in der Strategie weder explizit genannt noch verankert.

Der Meinungsbeitrag wurde am 10. April 2026 in Le Temps unter dem Titel «Et vous, vous sentez-vous en sécurité?» veröffentlicht. Sie finden ihn auf dieser Seite als Download oder klicken Sie auf den Link unten, um den Beitrag im Browser zu öffnen.

Am 12. April 2026 wurde der Beitrag auf Deutsch, Französisch und Japanisch auf swissinfo publiziert.

Der Original-Text auf Deutsch und Englisch ist auch dieser Website verfügbar.

Lesen Sie auch unser Positionspapier zu Militarisierung.

Op-ed_Politique de securité_Le Temps (2026) 4,38 MB, PDF

Meinungsbeitrag_Sicherheitspolitik_März 2026 125,69 KB, PDF

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